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Wann darf man Hecken schneiden?

Was das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt, wann der beste Zeitpunkt ist und wie Sie Ihre Hecke richtig schneiden.

GARTEN · HECKENPFLEGE · VON ALESSANDRO GIGLIOLI

Wann darf man Hecken schneiden? Einen starken Rückschnitt dürfen Sie nur vom 1. Oktober bis Ende Februar vornehmen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind dagegen das ganze Jahr erlaubt, solange dabei keine brütenden Vögel gestört werden.

Was das Bundesnaturschutzgesetz zum Heckenschnitt sagt

Maßgeblich ist § 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Danach ist es in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verboten, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Die Regel gilt bundesweit, also auch in München und im Münchner Umland, und grundsätzlich auch für Hecken in privaten Gärten.

Ausgenommen sind schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs der Pflanzen entfernen oder die Hecke gesund erhalten. Sie dürfen Ihre Hecke im Sommer also in Form bringen, aber nicht radikal kürzen. Wer gegen das Verbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Brütende Vögel haben immer Vorrang

Auch ein erlaubter Pflegeschnitt ist tabu, wenn dabei Nester oder brütende Vögel gestört würden. Das Artenschutzrecht (§ 44 BNatSchG) schützt wild lebende Tiere und ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten das ganze Jahr über. Sehen Sie die Hecke deshalb vor jedem Schnitt gründlich durch. Entdecken Sie ein besetztes Nest, verschieben Sie den Schnitt an dieser Stelle, bis die Jungvögel ausgeflogen sind.

Gemeindesatzungen und örtliche Regeln beachten

Neben dem Bundesrecht können Städte und Gemeinden eigene Vorgaben machen, etwa in Baum- oder Gehölzschutzsatzungen und Bebauungsplänen. Diese Regeln können strenger sein oder für bestimmte Arbeiten eine Genehmigung verlangen. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Gemeinde nach, bevor Sie eine Hecke stark kürzen oder ganz entfernen. In Mietobjekten und Eigentümergemeinschaften lohnt außerdem ein Blick in Mietvertrag, Hausordnung oder Beschlüsse der Gemeinschaft.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Heckenschnitt?

Was rechtlich erlaubt ist, ist nicht automatisch ideal für die Pflanze. Für die meisten Hecken haben sich diese Termine bewährt:

  • Formschnitt im Frühsommer: Um den Johannistag (24. Juni) ist der erste Austrieb abgeschlossen. Ein leichter Schnitt hält die Hecke in Form und fördert dichtes Wachstum.
  • Pflegeschnitt im Spätsommer: Schnell wachsende Arten wie Liguster oder Hainbuche vertragen im August oder September einen zweiten, schonenden Schnitt.
  • Starker Rückschnitt im Winterhalbjahr: Soll eine Hecke deutlich verjüngt oder gekürzt werden, ist die Zeit von Oktober bis Ende Februar richtig. Schneiden Sie dann an frostfreien Tagen.

Wählen Sie für jeden Schnitt einen bedeckten, trockenen Tag. Bei praller Sonne können frische Schnittstellen und Blätter aus dem Inneren der Hecke verbrennen. Wer den Schnitt nicht selbst übernehmen möchte, kann die Hecke im Rahmen unserer Gartenpflege regelmäßig pflegen lassen.

So schneiden Sie Ihre Hecke richtig

Arbeiten Sie mit scharfem und sauberem Werkzeug, damit die Triebe nicht ausfransen. Schneiden Sie die Hecke leicht trapezförmig, also unten breiter als oben. So bekommen auch die unteren Zweige genug Licht und die Hecke verkahlt nicht von unten. Kontrollieren Sie die Form immer wieder aus etwas Abstand und schneiden Sie lieber schrittweise. Eine gespannte Schnur hilft, eine gerade Oberkante zu halten. Anschließend sollten Schnittgut und lose Zweige von Wegen, Rasen und Beeten entfernt werden. Bei hohen oder sehr langen Hecken lohnt es sich, ein unverbindliches Angebot einzuholen.

Heckenschnitt vom Profi in München

Eine hohe oder lange Hecke zu schneiden kostet Zeit und braucht das passende Werkzeug. Wir übernehmen Form- und Rückschnitt rund um Ihr Haus, achten dabei auf die gesetzlichen Schnittzeiten und kümmern uns auf Wunsch auch um die Entsorgung des Schnittguts. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zum Heckenschnitt in München und Umgebung. Brauchen auch Rasen und Beete Pflege, hilft unser Gartenservice.

Beschreiben Sie uns Ihre Hecke über das Kontaktformular oder telefonisch unter 0176 72270274. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden und nennen Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung einen Festpreis.

Häufige Fragen zum Heckenschnitt

Darf man Hecken im Sommer schneiden?

Ja, aber nur schonend. Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs der Pflanzen entfernen, sind auch zwischen dem 1. März und dem 30. September erlaubt. Ein starker Rückschnitt oder das Entfernen der Hecke ist in diesem Zeitraum verboten. Brütende Vögel dürfen dabei in keinem Fall gestört werden.

Ab wann darf man Hecken wieder stark zurückschneiden?

Ab dem 1. Oktober. Bis Ende Februar sind dann auch kräftige Rückschnitte und das Auf-den-Stock-Setzen erlaubt, sofern keine örtliche Satzung etwas anderes vorschreibt und keine Tiere in der Hecke überwintern, die geschützt sind.

Gilt das Schnittverbot auch für Hecken im eigenen Garten?

Grundsätzlich ja. Das Verbot aus § 39 Absatz 5 Bundesnaturschutzgesetz nennt Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze ausdrücklich und gilt damit in der Regel auch für Hecken auf privaten Grundstücken.

Was passiert, wenn man sich nicht an die Schnittzeiten hält?

Ein unerlaubter starker Rückschnitt in der Schutzzeit ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Höhe hängt vom Bundesland und vom Einzelfall ab.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Formschnitt?

Für viele Heckenarten eignet sich ein Formschnitt um den Johannistag Ende Juni, wenn der erste Austrieb abgeschlossen ist. Schnell wachsende Hecken vertragen zusätzlich einen leichten Schnitt im Spätsommer. Schneiden Sie möglichst an einem bedeckten, trockenen Tag.

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Entdecken Sie unseren Heckenschnitt.

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